
In den vergangenen Jahren hat sich der Tübinger Markt als einer der teuersten in Baden-Württemberg außerhalb Stuttgarts etabliert. Die traditionsreiche Universitätsstadt am Neckar, gegründet 1477, zieht mit ihrem Hölderlinturm, den Stocherkahnfahrten und der historischen Altstadt seit Jahrhunderten Menschen an. Heute sind es vor allem die rund 28.000 Studierenden und die Beschäftigten der Universität, die eine Dauernachfrage nach Wohnraum schaffen – bei nur 90.000 Einwohnern ein erheblicher Faktor.
Eigentumswohnungen werden in Tübingen für durchschnittlich 4.500 €/m² angeboten, Einfamilienhäuser für rund 4.000 €/m². Diese Werte liegen deutlich über dem Landesdurchschnitt und sind das Ergebnis eines jahrelangen Preisanstiegs, befeuert durch die Kombination aus begrenztem Angebot und wissensgetriebener Nachfrage. Wer in den letzten Jahren hier kaufte, zahlte entsprechend hohe Provisionen.
Gerade für Tübinger Käufer, die in der Phase steigender Preise zugeschlagen haben, verdient das BGH-Urteil besondere Beachtung. Die Philosophenstadt, in der Hegel und Hölderlin studierten, gehört heute zu den Standorten, an denen Rückforderungsbeträge aufgrund des Preisniveaus besonders ins Gewicht fallen können. Eine zeitnahe Prüfung ist angesichts laufender Fristen empfehlenswert.
Die Begriffe Maklergebühr, Maklerprovision und Courtage werden in der Praxis synonym gebraucht.
Bei Klagen gegen Makler mit Sitz in Tübingen ist das Landgericht Tübingen zuständig. Es befindet sich in der Doblerstraße 14, 72074 Tübingen, und verhandelt Streitigkeiten oberhalb der Amtsgerichtsschwelle.
Der Bundesgerichtshof hat am 09.10.2025 entschieden: Online-Maklerverträge ohne korrekten „zahlungspflichtig bestellen“-Button können unwirksam sein. Für Immobilienkäufer in Tübingen bedeutet das Grund, die Wirksamkeit ihres Maklervertrags prüfen zu lassen.
Mehr zum BGH-Urteil →Ist mein Maklervertrag in Tübingen betroffen? Welche Provision kann ich zurückfordern? Unsere FAQ klären die zentralen Fragen rund um das BGH-Urteil und den Ablauf der Rückforderung.
Jetzt informieren →Tübingens Preisentwicklung ist außergewöhnlich: Eine kleine Stadt mit einer Universität, die so groß ist, dass sie den gesamten Wohnungsmarkt prägt. Vom Niveau Mitte der 2010er-Jahre haben sich die Preise auf heute 4.500 €/m² für Eigentumswohnungen und 4.000 €/m² für Einfamilienhäuser entwickelt. Jede neue Professur, jedes Forschungsinstitut verstärkt die Nachfrage in einer Stadt, die flächenmäßig kaum wachsen kann.
Die Folge für die Maklergebühr ist evident: Kaufpreise im oberen Segment bedeuten Provisionen im fünfstelligen Bereich. Wer in den vergangenen Jahren in der Neckarstadt über einen Makler erworben hat, sollte die vertragliche Grundlage kritisch prüfen lassen. Das Zeitfenster für mögliche Rückforderungen ist begrenzt.
Der Tübinger Immobilienmarkt wird von verschiedenen Maklern bedient. Die Kreissparkasse Tübingen (Provision: 3,57%), die Volksbank Region eG (regional) (3,57%) sowie Baumann Immobilien (Unabhängig) (3,57%) zählen zu den üblichen Anlaufstellen für Immobilienkäufer. Ob die Buttonlösung nach § 312j BGB bei diesen Anbietern eingehalten wurde, lässt sich im Einzelfall prüfen.
| Makler | Typ | Provision |
|---|---|---|
| Kreissparkasse Tübingen | Sparkasse | 3,57% |
| Volksbank Region eG (regional) | Genossenschaftsbank | 3,57% |
| Baumann Immobilien | Unabhängig | 3,57% |
| Eigentumswohnung (Ø) | 4.909 €/m² |
| Einfamilienhaus (Ø) | 4.533 €/m² |
| Wohnungsgröße (Ø) | 75 m² |
Die Preisentwicklung in Tübingen verläuft mit 0.1% moderat – die Provisionen bewegen sich auf stabilem Niveau.
Bei einem Kaufpreis von 368.000 € und 3,57 Maklerprovision sprechen wir über einen möglichen Rückforderungsbetrag von rund 13.100 €. In Tübingen liegen die Kaufpreise typischerweise in dieser Größenordnung – die Provision macht also eine spürbare Summe aus.
Regionaler Kontext: Mit 27.000 Studenten von insgesamt 89.000 Einwohnern ist Tübingen eine extreme Studentenstadt – die Mietpreise von 16,41 €/m² werden durch die hohe Wohnungsnachfrage getrieben, was Makler bei der Vermittlung von Studentenwohnungen und Kapitalanlageimmobilien besonders beschäftigt.
Quelle: immoportal.com 02/2026. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 2026.
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