
Nürnberg ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Süddeutschlands. Die zweitgrößte Stadt Bayerns liegt am Schnittpunkt der Autobahnen A3, A6 und A9, verfügt über einen ICE-Bahnhof mit Verbindungen nach München, Berlin und Frankfurt sowie über einen internationalen Flughafen. Das S-Bahn-Netz verbindet die rund 524.000 Einwohner mit dem Umland und der Nachbarstadt Fürth. Die Kaiserburg, der weltberühmte Christkindlesmarkt und Dürers Geburtshaus machen Nürnberg zudem kulturell attraktiv.
Diese Knotenpunktfunktion treibt den Immobilienmarkt: Pendler, die in der gesamten Metropolregion arbeiten, wählen Nürnberg als Wohnort wegen der Erreichbarkeit. Eigentumswohnungen liegen bei durchschnittlich 3.800 €/m², Einfamilienhäuser bei 3.200 €/m². Die Maklergebühr bei diesen Preisen bewegt sich regelmäßig im fünfstelligen Bereich.
Das BGH-Urteil ist auch für Nürnberger Käufer relevant – ein häufiges Missverständnis betrifft dabei den Gerichtsstand: Entscheidend ist der Sitz des Maklers, nicht der Wohnort des Käufers. Wer also bei einem Nürnberger Makler gekauft hat, aber selbst im Umland wohnt, hat seinen Gerichtsstand dennoch in Nürnberg.
Maklergebühr, Maklerprovision und Courtage sind gängige Bezeichnungen für dieselbe Leistung.
Der Bundesgerichtshof hat am 09.10.2025 entschieden: Online-Maklerverträge ohne korrekten „zahlungspflichtig bestellen“-Button können unwirksam sein. Für Immobilienkäufer in Nürnberg bedeutet das Grund, die Wirksamkeit ihres Maklervertrags prüfen zu lassen.
BGH-Urteil im Detail →Bei Provisionsklagen richtet sich die örtliche Zuständigkeit nach dem Sitz des Maklers, nicht nach dem Wohnort des Käufers. Hat der Makler seinen Sitz im Bezirk des Landgerichts Nürnberg-Fürth, ist dieses zuständig. Adresse: Fürther Straße 110, 90429 Nürnberg.
Wie wirkt sich das BGH-Urteil auf Maklerverträge in Nürnberg aus? Was muss ich tun, um meine Provision zurückzufordern? Alle Antworten finden Sie in unseren FAQ.
Häufige Fragen lesen →Nürnbergs Infrastruktur erzeugt einen Nachfrage-Sog, der weit über die Stadtgrenzen hinausreicht. Die ICE-Anbindung macht die Stadt für Fernpendler attraktiv, während S-Bahn und Autobahnnetz den regionalen Arbeitsmarkt erschließen. Der Flughafen zieht zudem international tätige Unternehmen und deren Beschäftigte an, die vor Ort Wohneigentum suchen.
Bei 3.800 €/m² für Eigentumswohnungen und 3.200 €/m² für Einfamilienhäuser liegt Nürnberg im bayerischen Mittelfeld, aber deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die Pendlerperspektive erklärt, warum die Nachfrage stabil bleibt: Wer in 90 Minuten per ICE in München sein kann, akzeptiert Nürnberger Preise als vergleichsweise moderate Alternative. Maklergebühren fallen entsprechend substanziell aus.
Wer in Nürnberg eine Immobilie gekauft hat, hatte oft mit einem der regionalen Makler zu tun. Die Sparkasse Nürnberg (Provision: 3,57%), die VR TeilhaberBank Metropolregion Nürnberg eG (3,57%) sowie Immopartner (Unabhängig) (3,57%) sind typische Beispiele. Die Frage, ob deren Online-Vertrag einen korrekten „zahlungspflichtig bestellen“-Button enthielt, ist für die Rückforderung der Provision entscheidend.
| Makler | Typ | Provision |
|---|---|---|
| Sparkasse Nürnberg | Sparkasse | 3,57% |
| VR TeilhaberBank Metropolregion Nürnberg eG | Genossenschaftsbank | 3,57% |
| Immopartner | Unabhängig | 3,57% |
| Eigentumswohnung (Ø) | 5.000 €/m² |
| Einfamilienhaus (Ø) | 4.592 €/m² |
| Wohnungsgröße (Ø) | 75 m² |
Nürnberg verzeichnet ein moderates Preiswachstum von 1.3% im Vorjahresvergleich.
Ein typisches Beispiel: Bei einem Kaufpreis von 375.000 € und einer Provision von 3,57 ergibt sich ein möglicher Rückforderungsbetrag von ca. 13.400 € – zuzüglich Zinsen. Für Immobilienkäufer in Nürnberg kann sich die Prüfung damit erheblich lohnen.
Gut zu wissen: Nürnbergs Halbjahresbericht H1 2025 verzeichnete 2.711 Verkäufe (30% mehr als Vorjahr) mit deutlich erhöhtem Transaktionsvolumen und Geldumsatz – das starke Marktgeschehen führt dazu, dass Maklerprovisionen hier regelmäßig in sechs- bis siebenstelligen Summen pro Transaktion anfallen.
Quelle: ImmoScout24/ImmoPartner 2025. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 2026.
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