
Mülheim an der Ruhr ist vor allem als die grünste Stadt im Ruhrgebiet bekannt. Über 50 Prozent des Stadtgebiets bestehen aus Grün- und Wasserflächen – ein Wert, den keine andere Ruhrgebietsstadt erreicht. Die renaturierte Ruhr fließt mitten durch das Stadtgebiet, das Aquarius Wassermuseum im Styrumer Wasserturm dokumentiert die Beziehung der Stadt zum Wasser, und Schloss Broich, eine der ältesten erhaltenen karolingischen Burganlagen nördlich der Alpen, liegt eingebettet in Parklandschaft. Diese Besonderheit – urbanes Leben mit 170.634 Einwohnern, eingerahmt von Natur – wirkt sich unmittelbar auf den Immobilienmarkt aus.
Wer hier kauft, zahlt im Schnitt 2.300 €/m² für Eigentumswohnungen und 2.000 €/m² für Einfamilienhäuser. Damit liegt Mülheim preislich über den meisten Ruhrgebietsstädten, aber unterhalb der Rheinmetropolen Düsseldorf und Köln. Die grüne Lage zwischen Duisburg und Essen treibt die Nachfrage: Käufer sind bereit, für Wohnqualität im Grünen einen Aufpreis gegenüber den Nachbarstädten zu zahlen. Bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung summiert sich die übliche Provision auf rund 6.569 €.
Unabhängig davon, ob die Grünlage den Kaufentschluss beeinflusst hat oder andere Faktoren ausschlaggebend waren: Das BGH-Urteil eröffnet Prüfungsmöglichkeiten für alle Käufer, die über einen Online-Maklervertrag erworben haben. Die formale Wirksamkeit des Vertrags kann unabhängig vom Kaufmotiv hinterfragt werden.
Die Maklergebühr wird im Alltag oft als Maklerprovision oder Courtage bezeichnet.
Für Provisionsklagen bis zu einem Streitwert von 10.000 € ist das Amtsgericht Mülheim an der Ruhr (Friedrich-Ebert-Straße 48, 45468 Mülheim) zuständig. Übersteigt der geforderte Betrag diese Schwelle, urteilt das Landgericht Duisburg. Maßgeblich für den Gerichtsort ist der Sitz des beklagten Maklerunternehmens gemäß §§ 12, 17 ZPO.
Laut BGH-Urteil vom 09.10.2025 können Online-Maklerverträge ohne korrekten „zahlungspflichtig bestellen“-Button unwirksam sein. In Mülheim an der Ruhr kann sich unter Umständen ein Rückforderungsbetrag von bis zu 7.500 € ergeben – je nach Kaufpreis und Provisionshöhe.
BGH-Urteil nachlesen →Viele Käufer in Mülheim an der Ruhr fragen sich, ob ihr Online-Maklervertrag ohne „zahlungspflichtig bestellen“-Button unwirksam ist. Hier finden Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen.
Zu den FAQ →Der Ruf als grünste Stadt des Ruhrgebiets ist für den Mülheimer Immobilienmarkt ein messbarer Faktor. Eigentumswohnungen werden mit 2.300 €/m² gehandelt, Einfamilienhäuser mit 2.000 €/m² – Werte, die über dem Niveau von Oberhausen, Gelsenkirchen oder Duisburg liegen. Die Nachfrage nach Objekten in den naturnahen Lagen entlang der Ruhr und in Saarn oder Menden-Holthausen übersteigt regelmäßig das Angebot. Die Position zwischen zwei Großstädten bei gleichzeitig hohem Grünanteil erklärt den Preisaufschlag gegenüber dem Revierdurchschnitt.
Bei einer Käuferprovision von 3,57 % fallen für eine durchschnittliche Eigentumswohnung rund 6.569 € an. Das <a href="/#bgh-urteil" class="font-medium text-blue-600 underline decoration-purple-500/60 hover:no-underline">BGH-Urteil</a> bietet die Grundlage, Online-Maklerverträge auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Gerade in einer Stadt, in der die Nachfrage durch ein besonderes Alleinstellungsmerkmal gestützt wird, wurden viele Transaktionen über digitale Plattformen abgewickelt – eine Prüfung kann sich lohnen.
Die Sparkasse Mülheim an der Ruhr (Provision: 3,57%), die Volksbank Rhein-Ruhr eG (3,57%) sowie Immo Biesgen GmbH (Unabhängig) (3,57%) gehören zu den etablierten Immobilienmaklern in Mülheim an der Ruhr. Ob das BGH-Urteil zum fehlenden „zahlungspflichtig bestellen“-Button auch auf Verträge dieser Anbieter zutrifft, kann individuell geprüft werden.
| Makler | Typ | Provision |
|---|---|---|
| Sparkasse Mülheim an der Ruhr | Sparkasse | 3,57% |
| Volksbank Rhein-Ruhr eG | Genossenschaftsbank | 3,57% |
| Immo Biesgen GmbH | Unabhängig | 3,57% |
| Eigentumswohnung (Ø) | 2.811 €/m² |
| Einfamilienhaus (Ø) | 3.534 €/m² |
| Wohnungsgröße (Ø) | 75 m² |
Die Immobilienpreise in Mülheim an der Ruhr sind im Jahresvergleich um 13.03% gestiegen – für Käufer der letzten Jahre fallen die Provisionen entsprechend höher aus.
Rechnen wir es für Mülheim an der Ruhr durch: 211.000 € Kaufpreis, 3,57 Provision – das ergibt eine mögliche Erstattung von 7.500 €. Hinzu kommen Zinsen ab dem Zeitpunkt der Zahlung an den Makler.
Lokaler Hintergrund: Mülheim an der Ruhr registrierte 2022 etwa 1.246 Kauffälle und verzeichnete danach deutliche Rückgänge um 18,5%, wobei die City am Ruhr-Schnittpunkt trotzdem Hochpreislagen behält – die unverhältnismäßig hohen Provisionen auf begrenzte Transaktionen werden hier von Käufern selten hinterfragt.
Quelle: Immowelt/ImmoScout24 Dezember 2025. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 2026.
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